|
1
bis
1000 n C |
|
|
9 |
|
|
45 |
um
45 n. Chr. Norikum wird römische Provinz: Virunum am Zollfeld wird
Hauptstadt und Sitz des Statthalters, eine durchgreifende Romanisierung
des Landes ist die Folge, die Höhensiedlungen werden allmählich
verlassen, es folgt ein planmäßiger Ausbau des Städtewesens in Kärnten
in Virunum (Zollfeld) und Teurnia bei Spittal. |
|
um 50 |
Virunum wurde um die Mitte des ersten nachchristlichen Jahrhunderts unter Kaiser Claudius als Hauptstadt der Provinz Noricum gegründet und löste die Stadt auf dem Magdalensberg ab, von der sie wahrscheinlich auch den Namen übernahm. Die Stadt lag an der Verbindungsstraße von der Adria an die Donau, von der hier noch eine Abzweigung durch Südostkärnten zur Bernsteinstraße abgeht. Sie wurde auf einer überschwemmungssicheren Terrasse am Rande des Zollfeldes errichtet, Teile der Stadt reichten auf den Töltschacher Hügel im Osten der Stadt. |
|
79 |
Pompeji ging unter |
|
200 |
2.
u. 3. Jh. n. Chr. Einfälle der Markomannen und
Alemannen: Entwicklung und Blütezeit provinzialrömischer Kultur in Kärnten,
Bildhauerwerkstätte in Virunum. |
|
ab 4.
Jhd: |
Wanderung germanischer Völker; diese wiederum bedrängt
von den Hunnen. |
|
300 |
Teilung der Provinz Noricum, Virunum wird Hauptstadt und Statthaltersitz |
|
um 300 |
Die
erste Christianisierung in Kärnten erfolgt vom Patriarchat Aquileja aus. Virunum
und Teurnia werden Bischofssitze; die Provinz Noricum wird unter
Kaiser Diokletian geteilt, Virunum wird Hauptstadt von Binnennoricum es
folgt ein allmählicher Niedergang der provinzialrömischen Kultur und des
Städtewesens. Wohnterrassen in Teurnia werden aufgelassen und die Hügelkuppe
neu befestigt. In der Folge bieten auch andernorts Höhensiedlungen den
Bewohnern wieder Schutz. |
|
325 |
Das Erste Konzil von Nicäa (heute İznik, Türkei) bei Konstantinopel (heute Istanbul) wurde vom römischen Kaiser Konstantin I. im Jahr 325 in der kleinen Stadt Nicäa (heute Iznik, nahe Bursa, Türkei) einberufen, um den in Alexandria ausgebrochenen Streit über den Arianismus zu schlichten. |
|
343 |
Erste Christianisierung Kärntens, Bischofsitze in Teurnia und Virunum |
|
392 |
Christentum wird unter Kaiser Theodosius zur
Staatsreligion. |
|
seit 395 |
Teilung des röm. Reiches in ein West- und Ostreich. |
|
ab 4.
Jhd: |
Wanderung germanischer Völker; diese wiederum bedrängt
von den Hunnen. |
|
408 |
- 409 Goteneinfall unter Alarich |
|
410 |
Westgotenkönig Alarich vor Rom. |
|
429 |
Die Vandalen unter Geiserich überqueren die Meerenge von Gibraltar und beginnen in Nordafrika zu siedeln. |
|
439 |
Die Vandalen erobern Kathago |
|
453 |
Hunnenkönig Attila stirbt. |
|
472 |
Belagerung von Teurnia durch die Westgoten;
Ende des Weströmischen Reiches (476); germanische Nachfolgereiche in
Italien. |
|
Lauf d
5. Jhd.: |
(Nach Alarichs
Auftreten werden die Siedlungen wieder in die Höhen verlagert. Völkerwanderung;
Germanenstämme fallen in Binnennoricum ein (West-, Ostgoten); Bischofs-
und Friedhofskirche in Teurnia (berühmter Mosaikboden). Auf dem Hemmaberg
entsteht ein frühchristliches Pilgerheiligtum (reiche Mosaike). Ende des
Weströmischen Reiches (476), germanische Nachfolgereiche in Italien. Kärnten
wird Grenzprovinz des Ostgotenreiches in Italien. |
|
Mitte 5.
Jhd. |
Die Kadischen – Tscheltschnigkogel >
Fluchtburg für Santicum im Verwaltungsbezirk bzw. Territorium Virunum
(voraussichtlich bereits vorrömische Siedlungen) Warmbad Villach |
|
Mitte 5.
Jhd. |
Auf dem Hemmaberg entsteht ein frühchristliches Pilgerheiligtum: Kirchenkomplex mit reichen Mosaiken, Teurnia: Kleinmetropolis Norici. Christen und arianische Christen. Insgesamt fünf Kirchen |
|
493 |
Bis 536 Kärnten wird Grenzprovinz des Ostgotenreiches in Italien. |
|
500 |
stiftet Ursus Mosaik von Teurnia; Sitz der
Verwaltung des ostgotischen Noricum (norischer Statthalter zur Zeit der
Gotenherrschaft) |
|
527 |
Langobarden übernehmen frühere gotische Gebiete in
Pannonien |
|
533 |
Die Vandalen werden von Belisar vernichtend geschlagen und spielen keine Rolle mehr |
|
536 |
Theudebert (534 – 548) Enkel des Chlodwig v Franken
(482 – 511) Mitglied einer merowingischen Königssippe zieht durch Kärnten
nach Venetien dem Zentrum des gotischen Reiches. |
|
540 |
Die binnennorischen Bistümer werden von den Franken
kontrolliert. |
|
553 |
Vernichtung des Ostgotenreiches unter Kaiser
Iustinian (527 – 565) |
|
568 –
569 |
Die Langobarden weichen unter dem Druck mongolischer
Völker (Awaren) nach Italien aus. |
|
570 –
585 |
Der Hoischhügel bei Maglern (Meclaria)
beherbergt ein Kastell, welches von langobardischen Söldnern besetzt wird |
|
570 |
oder 573, *Mohammed in Mekka |
|
590 |
Die Franken verbünden sich mit Ostrom gegen die
Langobarden |
|
591 |
Teurnia wird 591 zum letzten Mal in einer antiken Quelle genannt. Um 600 wandern slawische Stämme in den Kärntner Raum ein und gelangen im Westen bis ins Pustertal. Das Zentrum des slawischen Fürstentums entsteht auf dem Zollfeld in Karnburg. |
|
um 600 |
mit der Einwanderung slawischer Stämme um 600 hören die Reste der spätantiken Zivilisation auf zu bestehen. ein Restchristentum ist anzunehmen |
|
nach 600 |
Bildung eines karantanischen Fürstentums in Kärnten mit dem Zentrum vermutlich in Karnburg, der antiken Siedlung Virunum nachfolgend. |
|
632 |
V
Mohammed,
8. Juni, in Medina |
|
um 700 |
Der Name „Carantani“ (=die Karantanen) taucht beim „Geographen von Ravenna“ auf; um 800 beim langobardischen Geschichtsschreiber Paulus Diaconus die Form „Carantanum“ für Kärnten. |
|
722 |
Herzog Tassilo von Bayern wirft einen Aufstand der Karantaner Slawen nieder. |
|
741 |
- 765 Slawische Karantaner rufen Bayern gegen Awaren zu Hilfe. Bairische Oberherrschaft und zweite Christianisierung |
|
um 757 |
Unter Bischof Virgil von Salzburg erfolgt die zweite und endgültige Christianisierung Karantaniens. Er schickt Missionare ins Land, darunter den Chorbischof Modestus. Dieser weiht u. a. die Kirchen Maria Saal (beim ehemaligen Virunum) und St. Peter im Holz (beim ehemaligen Teurnia). Das Chorbistum Maria Saal existiert bis ca. 945. |
|
772 |
bis
ca. 788: Klosteranlage bei Molzbichl.
Auf dem südlichen Teil des Kirchengeländes wurde das älteste Kloster Kärntens
aus der 2. Hälfte des 8. Jahrhunderts ergraben. Die Anlage wurde im Zuge
der Missionierung der slawischen Einwohnern Karantaniens durch |
|
788 |
Der karantanische Slawenfürst Boruth ruft die Bayern unter Herzog Odilo gegen die Awaren zu Hilfe. Dies ist der Beginn der bayrischen, seit 788 der fränkischen Oberherrschaft über die Karantanerslawen. |
|
799 |
Begründung eines Chorbistums in Maria Saal. |
|
811 |
Im Zuge der christlichen Missionierung bestimmte Kaiser Karl der Große 811 die Drau zur Diözesangrenze zwischen Salzburg und Aquileia. |
|
860 |
Mit
der erstmals urkundlichen Erwähnung vom 20. November als „friesah“
ist Friesach die älteste Stadt Kärntens. |
|
870 |
Beginn der bayrischen Kolonisation und Christianisierung in Karantanien. Unter den mit Königsgut Beschenkten befindet sich auch das Bistum Freising, das schon im 9. Jh. Maria Wörth und das Gebiet zwischen Trixen und Griffen besitzt. Um 870 wird in Salzburg eine Bekehrungsgeschichte der Bayern und Karantanen abgefasst. |
|
9./10.Jhd |
Bayrische
Kolonisation und Christianisierung in Karantanien: eine königliche Pfalz
bestand in Karnburg, Köttlacher Kultur prägt auch den Kärntner Raum,
vorwiegend Funde aus Gräbern in Molzbichl, Hermagor, Frög, Judendorf bei
Villach und Villach/Perau. |
|
876 |
König Karlmann überträgt seinem illegitimen Sohn Arnulf die Verwaltung Karantaniens |
|
878 |
übergab König Karlmann den Königshof Treffen dem Kloster Ötting. Die Villacher Brücke wird dabei urkundlich als Grenzpunkt erwähnt |
|
887 |
Arnulf von Kärnten wird König des ostfränkischen Reiches. |
|
888 |
König Arnulf feiert das Weihnachtsfest in der königlichen Pfalz Karnburg |
|
972 |
Brun, Sohn Herzog Ottos von Kärnten von 3. Mai 996 – 18. Februar
999 erster deutscher Papst als Gregor V. V
18. 2. 999 |
|
976 |
- 978 Herzog Heinrich I. Kärnten wird selbständiges Reichsherzogtum, das sechste im Deutschen Reich und zugleich das älteste auf heutigem österreichischem Territorium |
|
976 |
Kärnten wird aus der Personalunion mit Bayern herausgelöst und selbständiges Herzogtum. Kärnten ist somit die älteste historischpolitische Individualität unter den heutigen österreichischen Bundesländern. In der zweiten Hälfte des 10. Jhs. bilden sich drei Grafschaften: Lurn in Oberkärnten, Friesach in Mittelkärnten und Jaun in Unterkärnten. |
|
979 |
gab Kaiser Otto II. den Königshof Villach dem Bischof Albuin von Säben/Brixen zu Lehen. Die Befestigung mit einer Kirche lag wahrscheinlich in St. Martin ober Villach |
|
983 |
Karnburg letztmals als königlicher Sitz (sedes regalis) erwähnt. |
|
989 |
bis
995, Herzog Heinrich II. der Zänker (Bayern) beherrscht auch das Herzogtum Kärnten;
die
Ranshofener Gesetze bringen u. a. eine Ordnung der gerichtlichen Fragen,
wobei sich auch die Slawen Kärntens diesen Gesetzen unterzuordnen hatten. |
|
996 |
Ostarrichi
(Österreich) erstmals belegt |
|
1
bis
1000 n C |
|